Was ist Treibball?

 

Bälle statt Schafe

 

Treibball eine sinnvolle Beschäftigung nicht nur für Hütehunde

 

 

 

 

Gerade Hüte- und Treibhunde haben in der letzten Zeit immer mehr an Popularität gewonnen und werden als Familienhund und Freizeitpartner immer beliebter. Was man dabei jedoch nicht vergessen darf, ist, dass auch diese Rassen für eine bestimmte Aufgabe gezüchtet wurden z. B. zum Hüten von Schafen. Da in unserer heutigen Gesellschaft kaum jemand die Möglichkeit hat, weder Schafe zu halten noch mit seinem Vierbeiner zu hüten, gibt es jetzt eine Ersatzbeschäftigung, die von beiden Seiten eine gute Zusammenarbeit fordert, Spaß macht und noch dazu – ohne die Anschaffung einer Herde von Tieren – durchgeführt werden kann.

Diese Beschäftigung, die im Westerwald, wo Jan Nijboer wohnt, schon länger bekannt ist, nennt man Treibball.

Hundeerziehungstrainer Jan Nijboer kam auf die Idee, mangels Kühen und Schafen den Hunden eine Alternative zum Treiben zu bieten.

Nach und nach entwickelte sich Treibball, vor allem durch die Ausarbeitung von Susanne Henn und deren Hunde zu einer beziehungsfördernden Beschäftigung.

Was ist Treibball?

 

Beim Treibball hat das „Spielfeld“ die Größe eines halben Fußballfeldes. In der Mitte des Spielfeldes werden acht Gymnastikbälle dreiecksförmig, wie beim Poolbillard, angeordnet. Das Treiben orientiert sich an verschiedenen Elementen aus der Hütearbeit.  Aufgabe des Mensch-Hund-Teams ist es nun, durch zielgerechtes Treiben alle Bälle ins Tor zu bringen, wobei hier der Hund nicht selbststimulierend arbeitet, sondern durch die neben dem Tor stehende Bezugsperson mit Stimme und Handgesten dirigiert wird.

 

Sinn des Spiels

 

Hunde suchen genau wie wir Menschen in allem, was sie tun, einen Sinn. Entwickeln Sie mit Ihrem Hund Aktivitäten, bei denen seine natürliche Veranlagung angesprochen wird, ist Ihr Hund gut zu motivieren. Und nicht nur das, denn, wenn wir Menschen unserem Hund Entwicklungsmöglichkeiten bezüglich seines angeborenen Verhaltens bieten, wird der Hund der Kommunikation mit uns einen hohen Stellenwert beimessen. Das gemeinsame Tun führt zu einem Miteinander. Gemeinsame Ziele führen zu einer motivierten Zusammenarbeit, das kann jeder Mensch nachvollziehen. Der Wunsch einander zu verstehen ist dabei sehr groß. „Kooperieren“ hat einen direkten Bezug zum „Zusammenleben“. Die Anzahl „arbeitsloser“ Hunde in unserer Gesellschaft ist größer als die der Hunde mit einer sinnvollen Aufgabe. Der Hund ist heute ein Luxusprodukt geworden. Früher hatten Menschen nur dann Hunde, wenn diese eine Aufgabe zu erfüllen hatten. Die meisten Menschen haben aber heutzutage keine Schafe oder Kühe, die auf die Weide getrieben werden. Sie haben auch kein eigenes Revier, in dem sie jagen, und auch keinen großen Hof, der bewacht werden muss.

Treibball eignet sich hervorragend als mögliche Ersatzbeschäftigung für den Hund und ist für jede Person auch praktisch durchführbar. Mit Treibball bringen wir unserem Hund eine Beschäftigung zurück, die eine neue „alte“ Dimension in die Beziehung von Mensch und Hund bringen kann. Der Mensch wird vom Hund als Partner ernster genommen, wenn die Beschäftigung für den Hund einen Sinn ergibt. Der Hund wird hierdurch für den Menschen zum besseren „Partner“.

 

Ziel des Spiels

 

Beim Treibball werden acht Bälle („Ersatzschafe“) – ähnlich wie beim Poolbillard – Dreiecksförmig auf dem Spielfeld („Gehege“) angeordnet. Ziel des Spiels ist, alle Bälle vom Hund ins Tor treiben zu lassen. Dabei wird der Hund durch die neben dem Tor stehende Bezugsperson mit der Stimme oder einer Pfeife entsprechend dirigiert. Die Voraussetzung dafür ist eine optimale Kommunikation zwischen Mensch und Hund. Es sollte mit nur wenigen Signalen so  effektiv wie möglich zusammengearbeitet werden. Schimpfen und schreien sind tabu und führt bei Turnieren zu Zeitstrafen. Es geht hier nämlich in erster Linie um eine optimale beziehungsorientierte Zusammenarbeit und nicht um das Gewinnen von Pokalen. Obwohl Turniere bei diesem Sport also nicht Hauptziel sein sollten, so passt die positive Anspannung des Menschen dabei trotzdem gut zur jagdliche Konzentrierten Spannung des Hundes. Treibball wird so nicht nur zur Beschäftigungstherapie für den Hund, sondern zur gemeinsamen Aktivität, die sowohl für Mensch als auch Hund erstrebenswerte Ziele versprechen kann.

 

Da ich selbst mit meinen Hunden Bälle treibe, möchte ich diese Hundesport gerne an viele Menschen mit Hunden weitergeben, da ich / wir nur sagen können: „es macht riesig viel Spaß“ und der Hund ist körperlich und geistig ausgelastet. Unsere Beziehung wurde dadurch auch fester und die langweiligen „Spaziergänge“ haben ein Ende.

Sollten Sie noch Fragen haben zu Einzelstunden, Gruppenstunden oder Workshop, können Sie sich gerne an mich wenden.

 

 

Bärbl Runggaldier

 

Geprüfte Treibballtrainerin

 

für Anfänger und Fortgeschrittene

 

 

Tel. 0951 290914

 

info@box4dogs.com